13. Oktober 2019

Zweite Reha-Gruppe in Kooperation mit Reiterhof

Zweite Reha-Gruppe in Kooperation mit Reiterhof

Der TVI ist stolz darauf, gemeinsam mit dem Erlebnisreiterhof Hupe ab sofort eine zweite Rehasport-Gruppe der Gymnastik zur Vorbereitung für therapeutisches Reiten anbieten zu können zu können. Alle Infos finden Sie hier:

Das therapeutische Reiten beinhaltet viele Facetten wie das Heilpädagogische Reiten oder Voltigieren, die Hippotherapie und das Reiten als Gesundheitssport. Beim Rehabilitationssport „Gymnastik zur Vorbereitung für therapeutisches Reiten“ werden Kinder oder/und Erwachsene darauf vorbereitet. Dabei wird nach einem psychomotorischen Grundkonzept.

Das Motopädagogische Reiten hat viele Parallelen zum heilpädagogischen Reiten. Zu Grunde liegt die allgemeine Motopädagogik bzw. Psychomotorik. Motopädagogik bedeutet Erziehung durch Bewegung. Die Übungen und Spiele am und auf dem Pferd dienen unter anderem verstärkt der Sinneswahrnehmung. Jede Person wird dort abgeholt wo sie gerade steht und individuell gefördert. Die Menschen lernen ihre Fähigkeiten kennen, nehmen sie bewusst wahr, akzeptieren Defizite oder erweitern ihre Kompetenzen. Jeder entscheidet selbst den Schwierigkeitsgrad. Die Aufgaben sind so gestellt, dass es verschiedene Schweregrade gibt. Der Therapeut oder Pädagoge begleitet die Menschen, gibt Anregungen und motiviert.

Das Reiten findet als Einzelförderung, manchmal in einer Kleingruppe statt. Beim Motopädagogischem Reiten wird das Pferd zum Spiel- und Sozialpartner. Bei dieser Herangehensweise zeigen sich schnell individuelle Interessen und Fähigkeiten der Personen und nach Beendigung der „Gymnastik für therapeutisches Reiten“ ist ein Übergang in eine spezielle Richtung (Voltigieren, Reiten, etc.) möglich. Als Therapiepferd stehen uns ein Pony oder/und ein Tinker zur Verfügung. Beide haben eine spezielle Ausbildung durchlaufen.

Welche Menschen profitieren vom Motopädagogischem Reiten?
Personen ....
- mit Verhaltensstörungen in Form von übermäßiger Angst, Abwehr Aggression,
  Hyperaktivität, Passivität.
- die motorisch wenig aktiv sind (steif, unbeweglich, zierlich, kraftlos).
- mit Konzentrationsproblemen.
- mit Wahrnehmungsstörungen.
- mit Auffälligkeiten im Bereich der Sprache.
- mit sozialen Schwierigkeiten.    
- die Lust haben, ihre Freizeit mit Pferden zu verbringen.
- die gerne draußen ihre Zeit verbringen.

Ziele:
- Selbsterfahrung, Unterstützung und Weiterentwicklung der persönlichen
  Fähigkeiten
- Eigenschaften des Tieres kennen lernen, Verantwortung übernehmen, schmusen,
  sich verwöhnen lassen
- Absprachen, Phantasie, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Toleranz
- Verbesserung der Körperhaltung
- Vermittlung von Körperschema-Empfindung
- Schulung von Gleichgewicht, Balance, Koordination, Ausdauer, Geschicklichkeit,
  Feinmotorik
- Mut, Selbstsicherheit, Anpassungsfähigkeit, Sozialverhalten, Durchhaltevermögen
- Freude, Aktivitätssteigerung, Selbstvertrauen, Selbsterfahrung
- Unterstützung und Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten

Interessierte wenden Sie sich bitte zunächst an Frau Hupe, 02574 / 93 94 301.

Foto: Erlebnisreiterhof Hupe.

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