30. Mai 2019

Die Weichen sind gestellt

Die Weichen sind gestellt

Tobias Hülsmeier hat sich als Vorstand selbst abgeschafft - vorsätzlich. Denn: Was auf der Jahreshauptversammlung 2019 beschlossen wurde ist nun auch amtlich und eröffnet dem TVI ab sofort die Möglichkeit in seinen neuen, modernen Strukturen zu arbeiten.



Hülsmeier schafft moderne TVI-Strukturen - Mathias Wygold heißt der neue Vorstand

Von der Wandlung eines schwerfälligen Tankers hin zu einer schnittigen Yacht war in der Vergangenheit oft zu lesen, wenn die Ibbenbürener Volkszeitung über den Restrukturierungs-prozess im Turnverein Ibbenbüren berichtete. Ein Prozess, der durch den Beschluss der neuen Satzung durch die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung Ende März zumindest nach außen hin sein Ende fand. Bleibt man im Bild, so wurde im Nachgang der Versammlung jedoch weiter emsig daran gearbeitet, die Takelage zu richten, um die Yacht zum Auslaufen zu präparieren. Nun ist es soweit.

„Ich habe mich als Vorstand selbst abgeschafft“, sagt Tobias Hülsmeier gerne mit einem Augenzwinkern, wenn er auf die letzten beiden Jahre zurückblickt, in denen er als 1. Vorsitzender des TVI maßgeblich an der Erneuerung der Strukturen des Vereins gewirkt hat. Im Mittelpunkt dieser Erneuerung stand die Erarbeitung einer neuen, zeitgemäßen Satzung, die es dem Verein ermöglicht, seine Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und sich so für die Zukunft zu rüsten. Einer Satzung, die nach ihrer Beschlussfassung im März jedoch ebenso dafür sorgt, dass es den Vereinsvorstand in seiner bisherigen Form nicht mehr geben wird.

Ein Vorgang, der erst nun, mit einer Verzögerung von etwa zwei Monaten endgültig abgeschlossen ist. „Nicht, weil wir getrödelt haben“, so Hülsmeier, „sondern vielmehr, weil wir einige formale Schritte in der richtigen Reihenfolge gehen mussten, damit am Ende auch alles rechtlich korrekt im Vereinsregister eingetragen werden konnte. Das erfordert bei einer so umfangreichen Neufassung der Satzung, wie wir sie vorgenommen haben, immer ein bisschen Zeit.“ Im Klartext stellt Hülsmeier damit auf die Umstrukturierung der Organe im Verein ab. Hier wählt in Zukunft die Mitgliederversammlung nicht mehr einen vierköpfigen Vorstand für zwei Jahre, sondern einen mindestens drei Personen starken Aufsichtsrat für eine Periode von vier Jahren.

Anders als der bisherige Vorstand, der sich regelmäßig am operativen Vereinsgeschäft beteiligte, hat der neue Aufsichtsrat, bestehend aus Daniel Brüggemann sowie den beiden bisherigen Vorstandsmitgliedern Heiner Rikeit und Thies Fischer, eine kontrollierende Funktion. Seiner Kontrolle unterworfen ist dabei der neue Vorstand, der nunmehr nur noch aus einer Person besteht und seine Arbeit hauptamtlich vornimmt. Warum? „Weil die von außen an Vereine gerichteten Anforderungen immer weiter steigen und sich im Ehrenamt mit teils voll berufstätigen Vorstandsmitgliedern in 20 Sitzungen á zwei bis drei Stunden pro Jahr schlicht und ergreifend nicht mehr bewältigen lassen“, so Hülsmeier.

Um diese Struktur im Nachgang an die Jahreshauptversammlung nun auch wirksam werden zu lassen, erklärten zunächst Rikeit und Fischer auf der Versammlung ihren Rückzug aus dem Vorstand, um in den Aufsichtsrat gewählt werden zu dürfen. Anschließend mussten die bis zur Eintragung ins Vereinsregister weiter amtierenden Vorstände Tobias Hülsmeier und Andreas Loose gemeinsam die Eintragung der neuen Satzung ins Vereinsregister beantragen. Erst nach dieser konnten auch Hülsmeier und Loose ihre Ämter niederlegen, der Aufsichtsrat erstmals tagen und in Mathias Wygold den bisherigen Geschäftsführer zum neuen Vorstand bestellen. Dieser wiederum musste abschließend die neuerliche Anpassung im Vereinsregister beantragen.

Ein komplexer Vorgang, bei dem es zudem davon abhängt, ihn von Anfang bis Ende in der richtigen Reihenfolge durchzuführen und der mit Wirkung zum 29. Mai 2019 finalisiert werden konnte. Eine Selbstabschaffung auf Raten sozusagen, an der nicht nur Hülsmeier, sondern auch der neue Aufsichtsratsvorsitzende Thies Fischer und Vorstand Mathias Wygold keinerlei Zweifel haben: „Wir sind fest davon überzeugt, die Weichen für die Zukunft richtig gestellt zu haben. Der TVI besitzt nun eine sehr fortschrittliche und moderne Struktur“, blicken Fischer und Wygold optimistisch in die Zukunft.

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